Eine der häufigsten Fragen, die unser Kundenservice erhält, lautet:
Welche Art von Gravur sollte ich bestellen – Messing oder Magnesium?
Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Unsere ehrliche Antwort ist fast immer: Es kommt darauf an.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die Vor- und Nachteile von Messing- und Magnesiumklischees, damit Sie fundiert entscheiden können, welches Material für Ihr Projekt am besten geeignet ist.
Festigkeit
Magnesium vs. Messing
Für kleine Auflagen auf glatten Materialien, ohne sehr feine Linien oder filigrane Details, ist Magnesium in der Regel die richtige Wahl.
Wenn ein Projekt jedoch mehrere Montage- und Demontagevorgänge, große Stückzahlen oder robuste Substrate erfordert, empfiehlt sich Messing, da dieses Material deutlich widerstandsfähiger ist.
Preis
Magnesium vs. Messing
Magnesiumklischees werden fotochemisch geätzt, wodurch mehrere Klischees im selben Produktionsprozess hergestellt werden können.
Die Preisgestaltung hängt hier hauptsächlich von der Maschinenlaufzeit ab.
Messingklischees hingegen werden individuell programmiert und gefräst, wobei jedes Projekt seine eigenen technischen Anforderungen hat.
Aufgrund des höheren Arbeits- und Zeitaufwands liegen die Kosten für Messinggravuren in der Regel höher.
Wärmeübertragung
Magnesium vs. Messing
Insbesondere bei empfindlichen Prägefolien oder schwierigen Substraten ist eine gute Wärmeübertragung entscheidend.
Messingklischees verfügen über eine etwas bessere Wärmeleitfähigkeit, was in bestimmten Anwendungen ein klarer Vorteil sein kann.
Lieferzeit
Magnesium vs. Messing
Alle Magnesiumgravuren, die vor 11:00 Uhr bestellt werden, können noch am selben Tag produziert und versendet werden.
Die Produktionszeit für Messingklischees hängt von der Größe der Gravurfläche ab und beträgt in der Regel ein bis zwei Werktage.
Detailgrad I – Messing
Magnesium vs. Messing
Wenn ein Motiv sehr feine Linien oder kleine Details enthält, liefert ein Messingklischee in der Regel das bessere Ergebnis.
Durch die Möglichkeit größerer Gravurtiefen werden feine Linien in Messing klarer und präziser definiert.
Detailgrad II – Magnesium
Magnesium vs. Messing
Bei Motiven mit sehr vielen kleinen Details oder pixelartigen Strukturen ist eine fotochemische Magnesiumätzung oft die bessere Wahl.
Solche Motive wären in Messing sehr zeitaufwendig zu fräsen und daher wirtschaftlich weniger sinnvoll.
Heißfolienprägung + Blindprägung in einem Arbeitsgang (Kombi)
Magnesium vs. Messing
Die einzige Möglichkeit, Heißfolienprägung und Blindprägung in einem einzigen Durchgang umzusetzen, ist ein Messingklischee.
Bei Magnesium müssten beide Prozesse separat durchgeführt werden – zuerst die Prägung, anschließend die Blindprägung.
Mit Messing lassen sich somit Maschinenzeit, Arbeitsaufwand, Zeit und Kosten einsparen.
Detailgrad III – Blindprägung
Magnesium vs. Messing
Für eine hochwertige Blindprägung sollte die Prägetiefe mindestens das 1,5-Fache der Papierstärke betragen.
Bei kleineren Motiven fällt die Prägung entsprechend flacher aus oder ist kaum sichtbar.
Wenn Linien schmaler als 1,5 mm sind, sollte grundsätzlich ein Messingklischee in Betracht gezogen werden.
Mehrstufige oder 3D-Blindprägungen
Magnesium vs. Messing
Mehrstufige oder realistische 3D-Blindprägungen sind ausschließlich mit gefrästen Messingklischees möglich.
Vor der Fertigung senden wir Ihnen selbstverständlich eine Vorschau, damit Sie das Design vorab freigeben können.
Fazit
Dieser Beitrag soll Ihnen helfen, die klassische Frage zu beantworten:
Messing oder Magnesium – welches Klischee ist das richtige?
Und falls dennoch Fragen offenbleiben: Dafür gibt es unseren Beratungsservice.
Kontaktieren Sie uns jederzeit – wir teilen gerne unsere über 40 Jahre Erfahrung mit Ihnen und unterstützen Sie bei der optimalen Wahl für Ihr Projekt.
